#meinfirmweg
Warum firmen?
Du stehst im Übergang zum Erwachsenenalter oder bist als Erwachsene:r neu auf das Thema «Glauben» gestossen? Möchtest du erfahren, was der Glaube in deinem Leben bedeuten kann?
Der Firmweg bietet dir Gelegenheit dazu. Gemeinsam mit anderen entdeckst du erwachsene Zugänge zum christlichen Glauben. In der Firmung selbst feierst du dein JA dazu, dass du in deinem Leben auf die Kraft Gottes setzt.
Die Firmung macht erfahrbar:
Firmung feiern heisst: Ja sagen zum Glauben, dass die Kraft Gottes in den Menschen wirkt. Diese Kraft wird «Heilige Geistkraft» oder «Heiliger Geist» genannt; sie wirkt zum Beispiel, wenn Menschen Schwieriges durchstehen, sich für ein gerechtes, faires Zusammenleben einsetzen, wenn sie zur Umwelt Sorge tragen, Zivilcourage zeigen, oder kreativ tätig sind. Die Heilige Geistkraft ist die Kraft der Veränderung, die von Gott ausgeht.
Firmung feiern heisst: Ja sagen zur Taufe („firmare“ heisst bestärken, bekräftigen). Bei der Taufe entscheiden die Eltern, dass der christliche Glaube im Leben ihres Kindes eine Rolle spielen soll. Bei der Firmung sagen die jungen Erwachsenen selbständig Ja dazu, als Christ:in zu leben. Sie nehmen sich das Leben und Handeln von Jesus als Leitlinie und gestalten die Welt. Sie setzen auf die Hoffnung, nach Enttäuschungen die Kraft zu erhalten, wieder aufzustehen und auf die Erfahrung, dass Gemeinschaft Halt gibt.
Zum christlichen Glauben gehört eine Gemeinschaft, die sich Kirche nennt. Es gibt unterschiedliche christliche Kirchen. Firmung feiern heisst: Ja sagen, den Glauben in der Gemeinschaft der katholischen Kirche zu leben. Zur katholischen Kirche gehören bedeutet nicht, mit allem und jedem in dieser Gemeinschaft einverstanden sein.
Wie wird Firmung gefeiert?
Die Firmung wird in einem Gottesdienst in der Kirche gefeiert. Der Bischof – oder ein Stellvertreter des Bischofs – legt den Firmand:innen die Hand auf, salbt sie mit Chrisam (geweihtes Öl) auf die Stirn und sagt ihnen die Kraft Gottes zu.
das heisst, ein Zeichen der inneren Verbundenheit mit Gott; ein Sakrament ist das sichtbare Zeichen für die unsichtbare Wirklichkeit Gottes. Weitere Sakramente in der katholischen Kirche sind die Taufe, Eucharistiefeier (Abendmahl), Trauung, Versöhnung (früher Beichte), Krankensalbung und Weihe (Diakon/Priester/Bischof).
wird das Wirken der Kraft Gottes in den Menschen bekräftigt. Der Bischof, oder ein Beauftragter des Bischofs, legt den Firmand:innen bei der Firmung die Hand auf und salbt sie mit Chrisam (geweihtem Öl) auf die Stirn. Er sagt ihnen das Wirken der Kraft Gottes zu. Er wählt diese oder ähnlichen Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!“ und wünscht den Firmand:innen per Handschlag, dass ihr Leben gelingen möge.
erfolgt in Firmkursen, den sogenannten Firmwegen. Diese finden in den Pfarreien oder Seelsorgeeinheiten des Wohnortes statt.
werden für die Firmung von den Firmand:innen selbst gewählt. Firmpat:innen haben die Aufgabe, eine Vertrauensperson auf dem Lebens- und Glaubensweg zu sein. Bei der Feier der Firmung stehen sie hinter den Firmand:innen und legen ihre Hand auf die Schulter zum Zeichen: Ich stehe hinter dir, du kannst auf mich zählen.
werden: Hier erfährst du, wie.
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Hier findest du weitere Infos zum Thema Firmung.
Hintergründe zum Konzept "Firmung ab 18"
Hier findest du aktuelle und ältere Firm-Bulletins.
FAQ - Häufige Fragen zur Firmung
Das Sakrament der Firmung bestärkt den jungen Menschen auf seinem Glaubensweg. „Firmare“ kommt aus dem Lateinischen und steht für „bekräftigen, stärken“. Die Firmung ist ein bestätigendes und freiwilliges „Ja“ zur einmal empfangenen Taufe.
Das äussere Zeichen der Firmung besteht in Gebet, Handauflegung, Salbung mit Chrisam sowie Besiegelung mit dem Kreuz. Die Firmung wird vom Bischof (oder einem durch den Bischof Beauftragten) gespendet. Dieses äussere Zeichen ist Ausdruck der liebevollen Zuwendung Gottes zu uns Menschen. In der Firmung feiern wir, dass Gott uns mit den Gaben des Heiligen Geistes beschenkt hat und das nicht erst seit der Firmung. Unter den Gaben des Heiligen Geistes können wir alle Begabungen verstehen, die uns persönlich auszeichnen. Gottes Nähe, Zuwendung und Liebe ist ein Geschenk, für das wir keine Vorleistung bringen müssen. Somit soll die Firmung deinen Glauben stärken, zugleich erhältst du aber auch die Aufgabe, diesen Glauben öffentlich zu leben und zu bekennen.
Die Firmung findet auf dem Weg zum Erwachsen werden statt. Gott begleitet auf diesem Weg der Veränderung, der Erneuerung und auch des Loslassens von der Kindheit. Alle Entwicklungen und Veränderungen im Leben brauchen Mut, Kraft und Ausdauer. Deshalb will Gott uns Menschen im äusseren Zeichen der Firmung für all das bestärken.
Den Geist Gottes zu spüren heisst, sich von Gott ansprechen lassen und zu merken, dass seine Kraft in unserem Leben am Wirken ist. Hilfsbereitschaft, Solidarität, verantwortlicher Umgang mit der Umwelt und Einsatz für eine menschlichere Welt erkennen wir als Zeichen, welche uns Hoffnung für die Zukunft geben. Die Taube ist das Symbol für den Heiligen Geist.
Ja, allerdings ist es etwas widersprüchlich, wenn man das eine kirchliche Zeichen (Firmung) ausdrücklich nicht feiert, das andere (Hochzeit) aber dann doch. Im Ausland ist es jedoch teilweise nicht möglich, kirchlich zu heiraten ohne gefirmt zu sein (z. B. Italien).
Wer sich firmen lassen will, ist bereit, sich mit Lebens- und Glaubensfragen auseinander zu setzen, hat die Firmweg-Anlässe besucht und weiss, warum sie/er sich firmen lassen will. Bei der Anmeldung braucht es einen Taufschein (erhältlich bei der Pfarrei am Ort der Taufe) sowie die Angabe eines Firmpaten/einer Firmpatin.
Er/sie muss gefirmt sein und sich als Bezugsperson für die jungen Erwachsenen eignen.
Es gibt viele Gründe, weshalb man nicht im Kinder- oder Jugendalter gefirmt wurde. Wenn Sie gefirmt werden möchten, dann melden Sie sich bitte beim Pfarramt Ihrer Pfarrei. Wir beraten Sie gerne.
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