Alles über Firmung ab 18 Jahren.

„Für mich ist es wichtig, dass ich als Erwachsene gerfirmt werde. Ich kann zeigen, dass ich mich selber für den Glauben entschieden habe. Niemand konnte mich zwingen oder überreden. Von der Firmung selber erhoffe ich mir, dass ich noch fester in meinen Glauben hineinwachse.“ – Daniella, 20, Coiffeuse

„Ich bin viel verantwortungsbewusster geworden und kann zu meinen Fehlern stehen. Der Firmweg ist ein sehr gutes Erlebnis. Jeder sollte es einmal erleben. Es hat sehr viel gebracht und hat zudem viel Spass gemacht.“
– Tun, 18, Automobilfachmann

Warum firmen?

Du stehst im Übergang zum Erwachsenenalter oder bist als Erwachsene:r neu auf das Thema «Glauben» gestossen? Möchtest du besser verstehen, was der Glaube in deinem Leben bedeuten kann?

Der Firmweg bietet dir die Chance, gemeinsam mit anderen zu entdecken, was der christliche Glaube im eigenen Leben bedeuten kann. In der Firmung kannst du Kraft tanken für dich, für dein Leben, für deinen Traum.

Was ist die Firmung?

Der Name leitet sich vom Lateinischen «confirmatio» ab, was mit Stärkung übersetzt werden kann. Firmung ist also die Stärkung des eigenen christlichen Glaubens.

Die Firmung macht erfahrbar:

Firmung feiern heisst: Ja sagen zum Glauben, dass die Kraft Gottes in den Menschen wirkt. Diese Kraft wird «Heilige Geistkraft» oder «Heiliger Geist» genannt; sie wirkt zum Beispiel, wenn Menschen Schwieriges durchstehen, sich für ein gerechtes, faires Zusammenleben einsetzen, wenn sie zur Umwelt Sorge tragen, Zivilcourage zeigen, oder kreativ tätig sind. Die Heilige Geistkraft ist die Kraft der Veränderung, die von Gott ausgeht.

Firmung feiern heisst: Ja sagen zur Taufe („firmare“ heisst bestärken, bekräftigen). Bei der Taufe entscheiden die Eltern, dass der christliche Glaube im Leben ihres Kindes eine Rolle spielen soll. Bei der Firmung sagen die jungen Erwachsenen selbständig Ja dazu, als Christ:in zu leben. Sie nehmen sich das Leben und Handeln von Jesus als Leitlinie und gestalten die Welt. Sie setzen auf die Hoffnung, nach Enttäuschungen die Kraft zu erhalten wieder aufzustehen.

Zum christlichen Glauben gehört eine Gemeinschaft, die sich Kirche nennt. Es gibt unterschiedliche christliche Kirchen. Firmung feiern heisst: Ja sagen, den Glauben in der Gemeinschaft der katholischen Kirche zu leben. Zur katholischen Kirche gehören bedeutet nicht, mit allem und jedem in dieser Gemeinschaft einverstanden sein.

Der Weg zur Firmung wird in einer Gruppe gegangen, in der ganz unterschiedliche Menschen ihre Bedeutung und ihren Wert erfahren.

Wie wird Firmung gefeiert?

Die Firmung wird in einem Gottesdienst in der Kirche gefeiert. Der Bischof – oder ein Stellvertreter des Bischofs – legt den Firmand:innen die Hand auf, salbt sie mit Chrisam (geweihtes Öl) auf die Stirn und sagt ihnen die Kraft Gottes zu.

das heisst ein Zeichen der inneren Verbundenheit mit Gott; ein Sakrament ist das sichtbare Zeichen für die unsichtbare Wirklichkeit Gottes. Weitere Sakramente in der katholischen Kirche sind die Taufe, Eucharistiefeier (Abendmahl), Trauung, Versöhnung (früher Beichte), Krankensalbung und Weihe (Diakon/Priester/Bischof).

wird das Wirken der Kraft Gottes in den Menschen bekräftigt. Der Bischof, oder ein Beauftragter des Bischofs, legt den Firmand:innen bei der Firmung die Hand auf und salbt sie mit Chrisam (geweihtem Öl) auf die Stirn. Er sagt ihnen das Wirken der Kraft Gottes zu.  Er wählt diese oder ähnlichen Worte: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist!“ und wünscht den Firmand:innen per Handschlag, dass ihr Leben gelingen möge.

erfolgt in Firmkursen, den sogenannten Firmwegen. Diese finden in den Pfarreien oder Seelsorgeeinheiten des Wohnortes statt.

werden für die Firmung von den Firmand:innen selbst gewählt. Firmpat:innen haben die Aufgabeeine Vertrauensperson auf dem Lebens- und Glaubensweg zu sein. Bei der Feier der Firmung stehen sie hinter den Firmand:innen und legen ihre Hand auf die Schulter zum Zeichen: Ich stehe hinter dir, du kannst auf mich zählen.

Firmwege im Bistum St. Gallen

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Hier findest du weitere Infos zum Thema Firmung.

FAQ - Häufige Fragen zur Firmung

Das Sakrament der Firmung bestärkt den jungen Menschen auf seinem Glaubensweg. „Firmare“ kommt aus dem Lateinischen und steht für „bekräftigen, stärken“. Die Firmung ist ein bestätigendes und freiwilliges „Ja“ zur einmal empfangenen Taufe. 

Das äussere Zeichen der Firmung besteht in Gebet, Handauflegung, Salbung mit Chrisam sowie Besiegelung mit dem Kreuz. Die Firmung wird vom Bischof (oder einem durch den Bischof Beauftragten) gespendet.

Die Firmung findet auf dem Weg zum Erwachsen werden statt. Gott begleitet auf diesem Weg der Veränderung, der Erneuerung und auch des Loslassens von der Kindheit. Alle Entwicklungen und Veränderungen im Leben brauchen Mut, Kraft und Ausdauer. Deshalb will Gott uns Menschen im äusseren Zeichen der Firmung für all das bestärken.

Den Geist Gottes zu spüren heisst, sich von Gott ansprechen lassen und zu merken, dass seine Kraft in unserem Leben am Wirken ist. Hilfsbereitschaft, Solidarität, verantwortlicher Umgang mit der Umwelt und Einsatz für eine menschlichere Welt erkennen wir als Zeichen, welche uns Hoffnung für die Zukunft geben. Die Taube ist das Symbol für den Heiligen Geist.

Ja, allerdings ist es etwas widersprüchlich, wenn man das eine kirchliche Zeichen (Firmung) ausdrücklich nicht feiert, das andere (Hochzeit) aber dann doch. Im Ausland ist es jedoch teilweise nicht möglich, kirchlich zu heiraten ohne gefirmt zu sein (z. B. Italien). 

Wer sich firmen lassen will, ist bereit, sich mit Lebens- und Glaubensfragen auseinander zu setzen, hat die Firmweg-Anlässe besucht und weiss, warum sie/er sich firmen lassen will. Bei der Anmeldung braucht es einen Taufschein (erhältlich bei der Pfarrei am Ort der Taufe) sowie die Angabe eines Firmpaten/einer Firmpatin.

Er/sie muss gefirmt sein und sich als Bezugsperson für die jungen Erwachsenen eignen.

Es gibt viele Gründe, weshalb man nicht im Kinder- oder Jugendalter gefirmt wurde. Wenn Sie gefirmt werden möchten, dann melden Sie sich bitte beim Pfarramt Ihrer Pfarrei. Wir beraten Sie gerne.

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